Miteinander statt gegeneinander

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Gut besucht war der Stammtisch der Selber CSU zum Thema „Forstwege“ am vergangenen Dienstag am Meilerplatz auf der Häusellohe. Gemeinsam informierten sich Radler, Walker, Jogger, Reiter, Wanderer und andere Erholungssuchende über den Zustand und die Pflege der Wege im Selber Forst. Betriebsleiter Michael Grosch erläuterte anschaulich die Unterschiede der verschiedenen Wegearten und ging auf die vielfältige Nutzung der „Waldstraßen“ ein. „Ein Forstweg muss Fahrzeuge bis zu 60 t tragen können und dabei einem Radler noch ein einigermaßen bequemes Fahrgefühl geben. Das ist nicht so einfach“, so Grosch. Der zuständige Revierförster Matthias Fuchs stellte das eingesetzte Gesteinsmaterial vor. Aus Kosten- und Umweltgründen greife man nach Möglichkeit auf lokale Produkte zurück. Das Ergebnis der anschließenden Vorführung mit dem Räumgerät konnten die Besucher auch gleich vor Ort begutachten.

Ortsvorsitzender Matthias Müller eröffnete dann die anschließende Diskussionsrunde in der Gaststätte „Naturfreunde-Haus.“ Er unterstrich den Erholungswert des Waldes. Ferner machte er die „grüne Lage“ der Stadt als wichtigen, weichen Standortfaktor für Selb aus, den man nachhaltig pflegen müsse. Fraktionsvorsitzender Carsten Hentschel ging auf die unterschiedlichen Funktionen des Waldes ein, bei denen Nutzungskonflikte eigentlich vorprogrammiert seien. „Da hilft nur miteinander reden“, so Hentschel.

Helmut Schmitz (Reitverein Selb) bemängelte den Zustand des „Telefonweges“, der mit seiner
groben Schotterung nicht nur bei Reitern für Ärger sorge. Hier versprach Grosch, zeitnah Abhilfe zu schaffen.

Gisela König (Hutschenreuther Laufgruppe) wollte wissen, warum die als Erholungs- und
Fitnessstrecken ausgewiesenen Wege um den Wunsiedler Weiher an manchen Stellen in einem schlechten Zustand seien. Laut Grosch und Fuchs sei an dieser Stelle der Wegeunterhalt zwischen Stadt und Staatsforsten gerade in Klärung. Die anwesenden Stadträte versprachen, dieses Thema in einer der nächsten Sitzungen anzusprechen.

Es gab aber nicht nur Tadel für die Forstvertreter. Stadtrat Stefan Merz lobte die gelungene
Wegepflege am Staudamm Leupoldshammer, Sigfried Pawletta (Hutschenreuther Laufgruppe) dankte für die gute Zusammenarbeit beim Hutschenreuther-Lauf und Martin Braun (Kickers Selb) freute sich über die Aufgeschlossenheit gegenüber möglichen Projekten seines Vereins.

„Wenn jeder von seinen Forderungen einen Schritt zurückgeht und wir im Gespräch bleiben, werden wir sicher immer einen Weg finden“, fasste Michael Grosch das Ergebnis der Veranstaltung treffend zusammen. Der Stammtisch war dazu sicherlich ein guter Anfang.

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